THE ARCHITECTURE of Universe II — Architecture of Thought™ by K-NY, visualizing autonomous forms and the relationships that emerge between them.

THE ARCHITECTURE

Die Architektur des Denkens

 

Architecture of Thought™ basiert auf autonomen Kunstwerken, die innerhalb eines CASE miteinander in Beziehung treten können. Jedes dieser Werke ist ein MOVE.

Ein MOVE funktioniert vollständig für sich. Er besitzt eine eigene visuelle, kognitive und emotionale Wirkung und benötigt keinen weiteren MOVE, um als Kunstwerk vollständig zu sein. Gleichzeitig kann jeder MOVE Teil eines größeren Denkraums werden.

 

MOVE

Der MOVE ist das Kunstwerk. Er setzt einen eigenen Gedanken in Bewegung, ohne dessen Ergebnis festzulegen. Wahrnehmung, Erinnerung, Erwartung oder Schlussfolgerung können Teil dieser Erfahrung werden.

Seine Bedeutung entsteht nicht allein aus dem, was physisch vorhanden ist. Auch das, was der Betrachter ergänzt, verbindet, erinnert, hört oder erwartet, kann Teil der Erfahrung werden.

 

CASE

Der CASE ist der Denkraum. Er besteht aus drei autonomen MOVES, die durch ein gemeinsames konzeptionelles Prinzip miteinander verbunden sind. Jeder MOVE bleibt eigenständig. Ihre Beziehungen öffnen weitere Ebenen des CASE.

Ein MOVE kann für sich stehen. Zwei MOVES können miteinander in Beziehung treten. Alle drei öffnen den vollständigen CASE. Der CASE schreibt dabei weder eine bestimmte Interpretation noch einen festgelegten gedanklichen Weg vor.

 

KONFIGURATION

Die räumliche Anordnung der MOVES ist nicht festgelegt. Dadurch können unterschiedliche Konfigurationen entstehen. Was sich verändert, sind nicht die Kunstwerke selbst, sondern die Beziehungen, die zwischen ihnen wahrgenommen werden können.

Zwei MOVES können eine direkte Beziehung bilden. Drei MOVES eröffnen mehrere Beziehungen gleichzeitig. Entfernung, Reihenfolge und räumliche Position können damit die Erfahrung des CASE verändern, ohne die Autonomie eines einzelnen MOVE aufzuheben.

 

REKONFIGURATION

Denken verläuft nicht ausschließlich vorwärts. Eine spätere Erfahrung kann einen früheren Gedanken erneut aktivieren. Etwas bereits Gesehenes kann durch neue Information anders gewichtet, verbunden oder verstanden werden.

Das physische Kunstwerk bleibt unverändert. Was sich verändern kann, ist seine Position innerhalb der Erfahrung des Betrachters.

So entsteht Rekonfiguration: nicht als Veränderung des Kunstwerks, sondern als mögliche Veränderung der bereits entstandenen mentalen Konfiguration.

 

LICHT

In einigen MOVES erweitert Licht die Architektur um einen zusätzlichen Wahrnehmungszustand. Was in der Dunkelheit sichtbar wird, ist keine zweite Version des Kunstwerks. Es ist eine zusätzliche Information innerhalb desselben Werkes.

Dadurch können sich Sichtbarkeit, Gewichtung und Beziehungen verändern. Ein Gedanke, der am Tag begonnen hat, kann sich in einem anderen Zustand fortsetzen.

Licht wird damit nicht zur Erklärung. Es wird zur Information.

 

DER BETRACHTER

Im Zentrum der Architecture of Thought™ steht der Betrachter. Universe II gibt ihm keine Gedanken vor. Es schafft Bedingungen, unter denen Denken stattfinden kann.

Der Betrachter ergänzt Fehlendes, verbindet Getrenntes, rekonstruiert Zusammenhänge, erinnert frühere Informationen oder hört etwas, das physisch niemals ausgesprochen wurde.

Dabei kann ein entscheidender Moment entstehen: Der Betrachter entdeckt nicht nur eine Bedeutung im Werk. Er entdeckt, wohin ihn seine eigenen Gedanken geführt haben.

 

HUMOR

Humor ist Teil dieser Architektur. Er wird dem Werk nicht nachträglich hinzugefügt und funktioniert nicht als dekorative Pointe. Er kann aus demselben kognitiven Prozess entstehen, durch den der Betrachter Bedeutung erzeugt.

Der Moment des Humors liegt häufig im Selbsterwischen: in der Erkenntnis, dass etwas, das scheinbar im Werk vorhanden war, zumindest teilweise im eigenen Denken entstanden ist.

Das Werk muss den Witz nicht erzählen. Der Betrachter kann ihn selbst erzeugen.

 

ARCHITECTURE OF THOUGHT™

Architecture of Thought™ beschreibt deshalb keinen vorgeschriebenen Weg durch ein Kunstwerk. Sie schafft eine Struktur, innerhalb der Gedanken entstehen, Beziehungen bilden, zurückkehren und sich neu konfigurieren können.

Der erste Gedanke ist nicht zwangsläufig der letzte. Universe II hält Denken in Bewegung.

Der MOVE ist das Kunstwerk. Der CASE ist die Reise.