THE SOLUTION

 

CASE 02: WAIT...

Die Lösung von WAIT... befindet sich nicht an einer einzigen Stelle. Sie entsteht aus Informationen, die innerhalb der drei MOVES sichtbar sind und sich auf unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen miteinander verbinden.

EX + IT = EXIT

In MOVE I erscheint im Morsecode die Buchstabenfolge EX. Auf einer zweiten Wahrnehmungsebene befindet sich IT. Beide Informationen gehören zum selben Werk. EX + IT = EXIT. MOVE I enthält damit bereits die vollständige Information. Sie liegt jedoch auf zwei unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen und muss vom Betrachter miteinander verbunden werden. In MOVE III kehrt sich diese Struktur um. Der Morsecode zeigt IT. Auf einer zweiten Wahrnehmungsebene erscheinen E und X. Auch hier ist EXIT vollständig vorhanden, diesmal jedoch in umgekehrter Anordnung der Information: IT + EX. Der Betrachter muss die sichtbare Reihenfolge verlassen und die Information neu verbinden: EX + IT = EXIT.

Doch die Verbindung existiert noch auf einer weiteren Ebene. MOVE I liefert EX. MOVE III liefert IT. Was innerhalb der einzelnen Werke bereits konstruiert werden kann, lässt sich damit auch über zwei autonome Kunstwerke hinweg rekonstruieren. Der Betrachter erinnert sich. Er verbindet. EXIT.

I WITHIN OPPORTUNITIES

MOVE II verändert die Bedeutung dieser Entdeckung. Das Wort OPPORTUNITIES ist vollständig vorhanden. Innerhalb dieses Buchstabenfeldes befindet sich zusätzlich ein I. Und das hat eine eigene Bedeutung. I = ICH. Das I befindet sich nicht außerhalb der Möglichkeiten. Es befindet sich mitten in ihnen. Ich bin mitten in den Möglichkeiten.

Damit erhält die zuvor rekonstruierte Information EXIT ein Subjekt. Der EXIT ist nicht länger nur ein Wort, das entschlüsselt wurde. Er betrifft denjenigen, der ihn entschlüsselt. Der Betrachter befindet sich innerhalb der Möglichkeiten und erkennt innerhalb dieses Bedeutungsfeldes einen Ausgang.

THE CONNECTION

Auch die Spiegel verändern die Position des Betrachters. Der Spiegel ergänzt den Morsecode nicht. Der Spiegel ist das Morsezeichen. Während der Betrachter den Code untersucht, kann seine eigene Spiegelung innerhalb genau jener Zeichen erscheinen, die er zu entschlüsseln versucht. Er sieht sich im Code. Er findet das I innerhalb der OPPORTUNITIES. Und er konstruiert EXIT. Damit verbinden sich Wahrnehmung, Erinnerung, Selbstpositionierung und Rekonstruktion.

TAG UND NACHT

Bei Nacht verändert sich zusätzlich die Hierarchie der Information. In MOVE I und MOVE III leuchtet die zuvor aufgeladene photolumineszente Fläche nach. Die Morsezeichen selbst bleiben dunkel und werden durch den Kontrast sichtbar. Die codierte Information entsteht negativ. In MOVE II geschieht das Gegenteil. Die sprachliche Information selbst wird photolumineszent sichtbar. Die Information entsteht positiv. Zwei gegensätzliche Lichtmechanismen führen damit innerhalb desselben CASE zu den Informationen, die für die gedankliche Verbindung entscheidend sind.

Das Material verändert nicht nur die Erscheinung der Werke. Das Material organisiert Erkenntnis.

THE SOLUTION

EXIT ist vorhanden.
OPPORTUNITIES sind vorhanden.
Und mitten darin befindet sich das I.

Der Betrachter sucht nach einer Verbindung und wird schließlich selbst Teil dieser Verbindung.

Ich bin mitten in den Möglichkeiten.
Und der Ausgang betrifft mich.

TOUCHÉ.